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Schlechte Noten: Wie sollten Eltern reagieren?

27. Februar 2019

Die Schulnoten sind in vielen Familien Reizthema Nummer eins: Bringt das eigene Kind eine schlechte Zensur mit nach Hause, herrscht schnell eine angespannte Atmosphäre und gereizte Stimmung – und das ist verständlich: Eltern wünschen sich die bestmögliche Schulbildung für ihre Schützlinge und sind ärgerlich, wenn unter der Klassenarbeit eine Vier, Fünf oder gar Sechs steht. Doch nur „meckern“ ist wenig hilfreich. Unsere jahrelange Nachhilfe-Erfahrung zeigt: In der Reaktion der Eltern steckt schon ein großer Teil der Lösung.

Wie reagiert man als Elternteil, wenn eine Klassenarbeit dann doch mal „in die Hose“ geht? Das MENTOR-Nachhilfe-Institut hat konkrete Empfehlungen zusammengestellt:

 

Vermeiden Sie es, Ihrem Kind Vorwürfe zu machen.

Durch Schreien oder gar körperliche Gewalt verbauen Sie sich den Weg zu einer erfolgreichen Lösung. Bringen Sie Ihrem Kind stattdessen Verständnis entgegen. Die schlechte Note kann jetzt sowieso niemand mehr ändern. Darum ist es häufig ratsam, diese für den Moment zu akzeptieren.

 

Lassen Sie Trauer und Wut erstmal sacken.

Auch Ihr Kind ist traurig und wütend über die schlechte Note – nicht nur Sie. Wenn Türen knallen und Tränen fließen, heißt das: Ihr Kind verarbeitet seine Wut auf doofe Lehrer, seine Zweifel an den eigenen Fähigkeiten oder Angst vor der Zukunft. Diese negativen Gefühle müssen raus. Geben Sie Ihrem Kind also Zeit, sich abzureagieren. Erst wenn die hochgekochten Emotionen allmählich abgekühlt sind, sollten Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind an einen Tisch setzen.

 

Zeigen Sie bedingungslose Liebe.

Vermeiden Sie es, Ihr Kind durch Liebesentzug zu bestrafen. Eine Umarmung sollte nicht an die Bedingung guter Schulnoten geknüpft sein. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Sie es so lieben, wie es ist – jederzeit. Bei einer schlechten Schulnote ist Ihr Nachwuchs nämlich schon selbst unzufrieden genug mit sich selbst und braucht die heimische Geborgenheit.

 

Präsentieren Sie keine Vorbilder.

Betonen Sie nicht ständig, wie gut Papa und Mama früher in der Schule waren – oder was für gute Zensuren die große Schwester oder der beste Kumpel mit nach Hause bringen! Diese Vergleiche erhöhen abermals den Druck und führen nur zu noch mehr Kummer beim Kind.

 

Forschen Sie nach der Ursache.

Ermöglichen Sie Ihrem Kind seine persönliche Sicht der Dinge darzustellen: Hat Ihr Kind eine Idee, warum die Arbeit schlecht gelaufen ist? So signalisieren Sie Ihr aufrichtiges Interesse am Notenproblem; Ihr Kind fühlt sich ernstgenommen. Schauen Sie sich zudem die fehlerbehaftete Mathearbeit, den misslungenen Deutschaufsatz oder den lückenhaften Vokabeltest ganz genau an. Finden Sie eindeutige Wissenslücken? Oder hat Ihr Kind viele Flüchtigkeitsfehler gemacht, was an mangelnder Konzentrationsfähigkeit liegen könnte? Wurde das Kind während der Arbeit vom Sitznachbarn geärgert? Hat das Kind Angst vor der Lehrkraft? Oft zeigen sich erst durch intensive Gespräche und eine genaue Durchsicht der Arbeit die wahren Ursachen.

 

Lassen Sie sich durch Fachleute unterstützen.

Je höher die Klassenstufe und anspruchsvoller das abgefragte Wissen, desto komplizierter wird es für Eltern, die Arbeiten nach einer Ursache zu durchforsten. Hier kann ein Nachhilfelehrer wertvolle Unterstützung bieten: Er – oder sie – analysiert die Arbeit, kommt möglichen Wissenslücken schnell auf die Spur und kann sie bei Bedarf in gemeinsamen Nachhilfestunden gleich noch schließen.

 

Sprechen Sie mit dem Lehrer.

Suchen Sie das persönliche Gespräch mit dem Lehrer bzw. der Lehrerin. So bekommen Sie wertvolle Hinweise, an welcher Stelle die Probleme liegen könnten. Wenn Sie sich ein umfassendes Bild von der Lage gemacht haben, setzen Sie sich erneut mit Ihrem Kind zusammen.

 

Fotocredit: Pixabay

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